Galaxy 7 Interview, Juni 2012

photo: The East/ West Sound

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Galaxy 7 ist ein aufsteigender Solokünstler, der es schafft rockige Gitarrenriffs elegant mit elektronischen Sounds zu vereinen. Im September steht auch eine Europatour an und wir sind gespannt, ob der Musiker uns auch in Deutschland besucht (und natürlich hoffen wir darauf).

Bald kommt dann auch sein neues Album ” Eye Of The Dragon Who Wished To Be A Man”, das wir natürlich schon sehnlichst erwarten!

Netterweise hat er uns per Email ein paar Fragen zu seiner Person, seiner Musik und seiner anstehenden Tour beantwortet. Viel Spaß beim Lesen! Unten folgen natürlich wieder interessante Links zu Galaxy 7! o(^^o)(o^^)o彡☆

Q: Kannst du dich bitte kurz vorstellen und uns ein wenig über den Künstler, der hinter Galaxy 7 steckt, erzählen?

Galaxy 7: Freut mich euch kennenzulernen. Mein Name ist Tsutsui Daisuke und als Musiker arbeite ich unter meinem Künstlernamen Galaxy 7. Ich wohne in Tokio, arbeite immerzu und nehme mir nur selten frei. Wenn ich einmal Freizeit habe, schaue ich mir alleine einen Film an oder mache einen Ausflug mit meinem Hund. Am liebsten esse ich Bohnen. Ich arbeite auch ehrenamtlich für arme Länder. Charakterlich bin ich ein eher zurückhaltender Mensch.

Q: Warum hast du dein Soloprojekt „Galaxy 7“ genannt?

Galaxy 7: Jeder Name wäre eigentlich gut gewesen. Ich hatte das Soloprojekt und brauchte bloß noch den Namen, da kam mir plötzlich Galaxy7 in den Sinn. Es gab keinen besonderen Grund, aber da der Name eine mächtige Ausdruckskraft hat und er auffällig ist, habe ich für diesen entschieden.

Q: Früher hast du in einer Band gespielt und hast dich erst 2008 zu einem Soloprojekt entschieden. Davor warst du bei verschiedenen Major Labels unter Vertrag. Wie kam es zu diesem schwierigen Schritt?

Galaxy 7: Tatsächlich hatte ich auch schon vor 2008 Soloprojekte, allerdings waren diese eher experimentell. 2008 wollte ich dann aber mit Galaxy 7 richtig durchstarten.

Q: Bei deiner Musik machst du wirklich alles selbst: du schreibst die Texte, komponierst, arrangierst, produzierst, singst, spielst die Instrumente und performst. Was machst du am liebsten?

Galaxy 7: Hm, der beste Part ist für mich meine eigene Musik zu hören. Wenn ich von meiner eigenen Musik ergriffen bin, freut mich das am meisten und auch wenn ich Leute sehe, die meine Musik hören und sie genießen. Das macht mich ehrlich sehr glücklich.

Q: Wie kamst du auf die Idee Rock und Elektro-Elemente zu verbinden?

Galaxy 7: Ich selbst mag Hardrock und Heavy Metal sehr gerne. Als ich dann Elektro hörte, dachte ich mir, dass ich bestimmt eine gute Mischung aus beidem machen könnte.

Q: Wie gehst du vor, wenn du neue Songs schreibst? Fängst du mit den elektronischen Sounds an und fügst dann die Gitarrenriffs dazu oder andersherum?

Galaxy 7: Das ist super unterschiedlich. Bei „Super Explosions“ hatte ich plötzlich das Gitarrenriff im Kopf und während ich dann Gitarre spielte, habe ich angefangen die Melodie zu summen. Den Song hatte ich sehr schnell fertiggestellt. Andere Songs sind in den unterschiedlichsten Situationen eingefallen: im Schlaf, beim Autofahren, auf der Toilette oder im Bad. Sobald ich eine neue Idee habe, nehme ich die Melodie mit meinem Handy auf. Ideen für Arrangements schreibe ich sofort auf. Später programmiere ich das Ganze am PC.

Q: Dein Sound ist wirklich urban und gut tanzbar- was ist dir wichtig wenn du einen neuen Song komponierst?

Galaxy 7: Individualität ist mir sehr wichtig. Ich wünsche mir, dass Leute, wenn sie meine Musik hören, sofort denken: „Ah, das ist doch Galaxy 7!“ 2012 habe ich musikalisch viel ausprobiert und mir viel Mühe gegeben. Es ist nicht einfach originell zu sein und deshalb möchte ich daran noch härter arbeiten.

Q: Gibt es bestimme Bilder und Gefühle, die du bei deinen Zuhörern mit deine Musik wachrufen möchtest?

Galaxy 7: Solange starke Gefühle hervorgerufen werden, finde ich jedes x-beliebige Gefühl gut. Ich überlasse es meinen Fans, welche Gefühle genau meine Lieder bei ihnen erzeugen. So handhabe ich das auch mit meinen Texten, die oft sehr kryptisch sind. Es ist mir so lieber, als von meinen Fans zu verlangen: „Bitte habt jetzt diese Empfindungen!“ Jeder soll das empfinden, was ihm gefällt, aber richtig glücklich macht es mich, wenn das Gefühl so groß ist, dass es plötzlich allgegenwärtig zu sein scheint. *lach*

Q: Du hast bei deinen Auftritten auch Martial Arts Elemente und Kabuki Schauspieler mit dir auf der Bühne, zusätzlich zu deiner Support Band, sodass die Show mehr ist, als nur musikalische Unterhaltung. Was steckt hinter dem Konzept? Wie wichtig sind dir gerade diese spezifisch japanischen Elemente?

Galaxy 7: Durch die Support Band, bin ich quasi ein Bandmitglied und ich mag das. Darüber hinaus freuen sich die europäischen Fans, wenn sie eine ganze Band sehen. Aber richtig wichtig ist es mir durch Galaxy 7 die Besonderheit und Vielfalt der asiatischen Kultur weltweit bekannter zu machen. Ich als Japaner möchte durch Galaxy7 stärker wahrgenommen werden.

„Galaxy7 hat Fans außerhalb Japans!“

„Japanische Künstler werden im Ausland anerkannt!“

„Die Beziehung zwischen Japan und der Welt wird besser!“

Ich bin noch ein eher unbekannter Künstler, die vorherigen Aussagen setze ich um und arbeite fortwährend daran sie noch besser zu realisieren und das stärkt wiederum meinen Patriotismus.

Q: Ich habe gelesen, dass dich Björk, die Smashing Pumpkins und Radiohead inspirieren. Gibt es auch japanische Bands, die dich beeinflusst haben?

Galaxy 7: Fast keine. Seit meiner Kindheit werde ich von westlicher Musik begleitet. Die einzige Band, die ich über längere Zeit gehört habe, heißt Loudness.

 Q: Kannst du mir etwas über die japanische Elektro- Szene erzählen?

Galaxy 7: Ehrlich gesagt weiß ich darüber nicht viel.*lach* Ich gehe auch nicht oft in Clubs. Tut mir leid.

Q: Deutschland hat eine relativ große und bekannte Elektro- Szene. Kennst du irgendwelche deutschen Künstler, so wie Kraftwerk z.B., die als Pioniere dieser Musikrichtung gelten?

Galaxy 7: Dazu gehören doch auch Digitalism oder Boys Noize? Aber wenn man von Deutschland spricht, fallen einem nur The Scorpions und die Michael Schenker Group ein, aber das ist kein Elektro *lach*

Q: 2010 hast du den AVIMA (Asia Voice Independent Music Award) 2010 Musik Preis für dem besten Elektro- Song gewonnen. Wie war das für dich?

Galaxy 7:  Tatsächlich wusste ich von nichts davon, bis ich den Preis bekam. Plötzlich kam ein Email von meinem indonesischen Management, worin stand: „Du hast den zweiten Platz bei AVIMA gewonnen!“ Es hat sich nicht real angefühlt, aber ich war sehr glücklich darüber.

Q: Du hast auch schon einige Shows im Ausland gespielt, in New York, London und Frankreich- sind mehr Shows im Ausland in Planung?

Galaxy 7: Ja, ich habe vor im September auf Europatour zu gehen. Vielleicht besuche ich auch wieder Großbritannien? Mit meinem französischen Management plane ich derzeit auch und dann werde ich noch nach Indonesien gehen.

Q: Im Dezember 2010 hast du dein erstes Soloalbum „Your Magic Doesn’t Work Anymore“ veröffentlicht. Kannst du uns ein wenig über dieses Album erzählen?

Galaxy 7: Es ist ein Album, dass seit den Anfängen von Galaxy7 bis zum Erscheinungsjahr 2010 immer kräftiger wurde. Ich habe versucht Elektro-Elemente mit Rock zu vereinigen. Wenn man es jetzt gerade hört, denkt man: „Die musikalische Vielfalt ist gut.“ Es gibt viele Teile, bei denen ich mir unsicher war, aber das ist für mich der Beweis, dass ich mich als Künstler weiterentwickle und wachse. Das ist auch gut so.

Q:Du hast vor einiger Zeit mal gesagt, dass dein eigener Lieblingssong „Cheese Shocking“ ist. Würdest du diesen Song immer noch auswählen? Welcher deiner Songs präsentiert deine Musik am besten?

Galaxy 7: Puh, das ist schwer zu sagen… welchen meiner Songs ich am liebsten mag. Allerdings mach ich „Cheese Shocking“ schon wirklich sehr, sehr gerne. Sowohl die Melodie, als auch das Arrangement und den Text. Dieser Song ist fast nur aus Gefühlen entstanden, ohne dass ich viel darüber nachgedacht habe. Tatsächlich ist das schwer zu sagen, welches am besten ist. Allerdings mag ich diesen Song sehr, sehr gerne. Melodie, aber auch Arrangement und Lyrik. Ich kann sagen, dass der Song, fast nur aus Gefühlen heraus entstanden ist und ohne viel nachzudenken. Ich bin seiner immer noch nicht überdrüssig und ich habe das Gefühl, dass ich es in Zukunft auch nie sein werde.

Shosen Ningen: Vielen Dank für das Interview!

Galaxy 7: Ich danke euch!

Mal wieder ein paar interessante Links:

offizielle Website

myspace

facebook

UND…zu gute letzt noch eine kleine Vorschau auf’s kommende Album!

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3 Responses to “Galaxy 7 Interview, Juni 2012”

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